Im Allgemeinen ist das Vergütungsniveau in tarifgebundenen Unternehmen insgesamt höher. Die nachstehende Tabelle zeigt, dass Ingenieure 18,5 Prozent mehr verdienen und Wirtschaftsabsolventen mehr als 24,6 Prozent mehr als ihre Kollegen in Unternehmen, die nicht tarifgebunden sind. Die IG Metall-Tarifverträge sorgen auch für eine hohe Lohndynamik für ihre Mitglieder. Im ersten Jahr nach dem Eintritt in den Arbeitsmarkt steigen die Vergütungen ohne zusätzliche Einzelverhandlungen um durchschnittlich 10 Prozent. Zusätzlich zu den Erhöhungen aufgrund der Dauer der Beschäftigung gibt es regelmäßige Lohnerhöhungen nach erfolgreichen Lohnverhandlungen. Die folgenden Tabellen geben einen beispielhaften Überblick über die typischen Jahresvergütungen für Hochschulabsolventen in der metallverarbeitenden Industrie bei der Arbeit für ein tarifgebundenes Unternehmen in einem Beruf, der ihrer Ausbildung entspricht. In der Metall- und Elektroindustrie gilt die 35-Stunden-Woche für Vollzeitbeschäftigte als normal. Ab dem 1. Januar 2019 haben Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie Anspruch auf eine reduzierte Vollzeitbeschäftigung im Rahmen von Tarifverträgen. Mit dieser neuen Regelung können Arbeitnehmer ihre Wochenarbeitszeit für die Dauer von sechs bis 24 Monaten auf mindestens 28 Stunden reduzieren. Danach gilt die normale 35-Stunden-Woche wieder automatisch – alternativ können Die Mitarbeiter weiterhin reduzierte Arbeitszeiten leisten. Um von dieser Regelung zu profitieren, müssen die Arbeitnehmer mindestens zwei Jahre im Unternehmen gearbeitet und mindestens sechs Monate im Voraus einen schriftlichen Antrag beim Arbeitgeber gestellt haben.

Höhere samt Tarifverträge gebundene Unternehmen Ab 2019 gilt der neue Tarifvertrag über Einmalzahlungen (TV T-ZUG) in tarifgebundenen Unternehmen. Die Einmalzahlung (T-ZUG) besteht aus zwei Teilen: erstens einem Betrag von 27,5 Prozent des individuellen durchschnittlichen Monatslohns und zweitens einer Zahlung in Höhe von 12,3 Prozent des Grundlohns für Facharbeiter (400 Euro im Jahr 2019). Bestimmte Arbeitnehmergruppen, zum Beispiel Mitarbeiter, die Kinder erziehen oder Angehörige pflegen, haben nun eine neue Möglichkeit: Unter bestimmten Voraussetzungen können sie statt der zusätzlichen Einmalzahlung von 27,5 Prozent acht zusätzliche freie Tage pro Jahr wählen. Warum ist die Arbeit für ein tarifvertraglich gebundenes Unternehmen von Vorteil? Grundsätzlich können Arbeitsverträge frei ausgehandelt werden. Allerdings sind gesetzliche Mindestbedingungen zu beachten.